LIPÖDEM

Eine hypothetisch genetisch kodierte, häufig vererbte, Prädisposition lässt Fettgewebe, besonders an den Extremitäten, beim Lipödem-Syndrom Fett einlagern, aber scheinbar schlecht wieder abgeben. Das Lipödem-Fettgewebe wird seltener durch Berührungs-, häufiger durch Druckschmerz charakterisiert. Wenn ein Lipödem fortschreitet, so kann auch das Lymphsystem beeinträchtigt werden und sich neben dem Lipödem auch ein Lymphödem entwickeln.

Kostenübernahme-Antrag: Krankenkassen-Gutachten werden in Krankenhäusern erstellt, da hier auch Fettabsaugungen als Kassenleistung durchgeführt werden. Nach aktueller Rechtssprechung kann es nur Einzelfallentscheidungen geben.

Auch wenn eine übliche, nämlich zeitlich begrenzte, Diät nicht hilft, die Lipödem Ursache zu fassen, so muss doch eine zuverlässige Kalorienbilanzierung eingehalten werden, damit die Masse an eingelagertem Fett nicht zunimmt. Bei gleichzeitiger Adipositas sollte eine kaloriendefizitäre Lebensführung und ggf. entsäuernde Ernährung auf die Krankheit abgestimmt sein.

Die einzige Therapie, die Lipödem-Fettgewebe zielgenau verringern kann, ist die Liposuktion bei Lipödem. Das Entfernen von Lipödem-Gewebe bei bestehendem Übergewicht setzt oft eine erfolgreiche Abnehm-Kaskade in Gang. Bei erheblichem Übergewicht muss das Abnehmen vor der Liposuktion sicher eingeleitet sein.

Bin ich geeignet für die Fettabsaugung mit dem Wasserstrahlverfahren?

Patienten sollten gesund und aktiv sein. Die Voraussetzungen für das Wasserstrahlverfahren unterscheiden sich nicht von den Bedingungen für eine herkömmliche Liposuktion. Wir beraten Sie gerne in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln oder Zürich (Konstanz). Für eine Fettabsaugung sind grundsätzlich Patienten geeignet, die kein erhebliches Übergewicht haben und keine extremen Hautschürzen aufweisen. Für Lipödem-Patienten ist trotz Übergewicht die Fettabsaugung die nicht-konservative Therapie der Wahl.

Ursache des Lipödems

Eine mitochondriale Störung mit zellulärer Minderversorgung könnte dem Fett-Typus zugrunde liegen. Eine Hypersensitivität von Fettzellen auf Östrogen wäre denkbar, denn weit überwiegend Frauen sind vom Syndrom Lipödem betroffen. Eine weitere mögliche Ursache wäre eine Gen-Veränderung, die eine Autoimmunreaktion gegen die Adenohypophyse verursacht. In übersäuerten Fettmassen funkioniert der Fettstoffwechsel zudem nicht optimal. Obwohl über den Auslöser lipödematöser Veränderungen keine Gewissheit herrscht, so besteht Konsens über einen selbstverstärkenden Verlauf der Erkrankung, wenn keinerlei Therapie angewandt wird.

Definition und klinische Diagnose

Die Diagnose eines Lipödems erfolgt klinisch. Eine apparative Untersuchung ist nicht nötig. Zwar könnte die Dicke der Fettschicht per Ultraschall gemessen werden, besonders typisch ist aber die Fettverteilung. Gefäßerkrankungen sollten ausgeschlossen und eventuelle Schilddrüsendefizite behandelt sein. Die Diagnose kann sicher gestellt werden, wenn die folgenden Kriterien aufgewiesen werden:

  • • symmetrische Schwellungsneigung und

  • • Druckschmerzhaftigkeit des Fettgewebes

  • • Extremitätenbetontheit

  • • Spontane Hämatome

  • • ggf. Berührungsschmerzen

  • • Orangenhaut (Cellulite)

  • • Fettdepot am Schienbeinkopf innen

  • • Gonarthrose (im weiteren Verlauf)

  • • ggf. metabolische Erkrankungen in der Folge

Lipödem - Konsequenzen

Im unbehandelten Verlauf eines Lipödems kommt es - wenn das Körpergewicht nicht unter Kontrolle gehalten wird - zu weiterer Fettgewebsvermehrung und manifestierender Erkrankung im Sinne eines Teufelkreislaufs. Sowohl die Schwere der Erkrankung als auch die Disziplin bei Sport und Ernährung haben Einfluss auf Ausmaß und die Geschwindigkeit der Entwicklung von Begleitproblemen. Nach Fettabsaugungen mit konsequenter Anpassung der Kalorienbilanz können wir sehr schöne Verläufe an unseren Patientinnen beobachten. Diese Krankheitsverläufe erfreuen neben den Patienten auch uns Ärzte. Deshalb unterstützen wir mit der Mehr-Kalorien-Initiative das notwendige Abnehmen durch Ernährungsumstellung (basische Ernährung) bei gleichzeitig vorliegendem Übergewicht. Es ist wichtig, dass betroffene Frauen nicht grundlos den Mut verlieren und dass ihnen nicht nach dem Mund geredet wird, selbst wenn es sich angenehmer anhört als die Tatsachen

Körpergewicht

Wenn neben dem Lipödem eine Adipositas vorliegt, ist diese zu behandeln, da dadurch die Beschwerden durch das Lipödem gebessert werden.

Lymphgefäße

Die normale Funktion er Lymphgefäße sollte überprüft werden. Die manuelle Lymphdrainage ist keine adäquate kurative Therapie für das Lipödem.

Gelenke

Vermehrte Fetteinlagerung in Bereichen der Innenschenkel und Knie können das Gangbild unphysiologisch verändern und führt langfristig zu überhöhter Gelenkbeanspruchung. Dies ist der erhöhten Belastung durch das ggf. erhöhte Körpergewicht hinzu zu addieren.

Haut

Die wachsenden Fettdepots führen zur Dehnung der Haut. Je massiver die Ausprägung, desto weniger zufriedenstellend kann eine Therapie wirken. Ein frühzeitiger Therapiebeginn ist für den betroffenen Patienten wichtig! Eine späte Therapieentscheidung kann später zusätzliche chirurgische Maßnahmen mit entsprechenden Komplikationen nach sich ziehen.

Psyche

Ein unförmiger Körper, unsportliche Leistungen und früh einsetzende Cellulite können betroffene Frauen durch Auslösen von Scham belasten. Erfolglose Diäten wirken frustrierend und senken teilweise das Selbstwertgefühl von Lipödem-Patientinnen. Dieser Effekt kann durch Diätabbrüche den Fortschritt der Erkrankung ungünstig beschleunigen.

Fettabsaugung

  •  Gewebeentfernung

  •  geringer Zeitaufwand

  •  Körperformung

  • Kostenübernahme im Einzelfal

  • Narben ca.0,5cm

*Preise individuell Kosten-Seite

Lipödem Teufelskreislauf

 

  • Jede Gewichtszunahme lagert sich überwiegend in den Fettdepots der Beine und Arme ab.

  • Jede Gewichtsabnahme lässt die nicht von Lipödem betroffenen Fettdepots am Körper dünner werden.

  • Aus der Situation des Nichtdünnerwerdens der Beine wird die strikte Kaloriendisziplin aufgegeben und wieder überschüssige Nahrungsenergie in den Lipödem-Bereichen eingelagert. 

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